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Tristesse im Wartezimmer

Tristesse (aus dem Französischen für „Traurigkeit“) bezeichnet eine tiefe Trostlosigkeit, öde Eintönigkeit oder eine melancholische Stimmung. Der Begriff beschreibt sowohl emotionale Zustände als auch eine farblose, reizlose Umgebung oder Situation – graue Tristesse. Synonyme sind Schwermut, Trübsinn oder Monotonie.
Für viele Menschen mit ME/CFS ist genau das Alltag.
Wartezimmer werden zu Orten, an denen Hoffnung, Angst und Verzweiflung nebeneinander sitzen. Zu helles Licht. Zu viele Geräusche. Zu lange Wartezeiten. Und gleichzeitig die Frage: Wird man heute verstanden, oder wieder übersehen?

Und dann sind da diese kleinen, stillen Momente, die viel sagen: Wenn man aufsteht, um Platz zu machen, weil man jünger ist. Obwohl der eigene Körper längst nicht mehr kann. Obwohl man vielleicht der kränkere Mensch im Raum ist.
Zwischen kurzen Momenten von Hoffnung und tiefer Erschöpfung entsteht ein Zustand, den viele nur schwer in Worte fassen können. Man ist da und gleichzeitig längst über der eigenen Belastungsgrenze.
Die Fotos auf dieser Seite zeigen keine Einzelfälle. Sie zeigen Momente, die viele Betroffene kennen: das Ausharren, das Warten, das Funktionieren müssen, obwohl der Körper längst nicht mehr kann.
Diese Sammlung macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt.
Die stille Realität hinter Arztterminen.
Die Tristesse, die mehr ist als nur ein Raum.


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