Der Geburtstag, der sich anders angefühlt hat.
Geburtstage waren irgendwie immer leicht.
Zumindest, wenn es um Lisa ging.
Ich wusste eigentlich immer, was passt. Es war nie dieses typische „Ich brauch noch schnell irgendwas“-Gefühl. Eher im Gegenteil – die Ideen kamen von selbst. Weil ich wusste, was sie fühlt, was sie mag, was gerade in ihr vorgeht. Dieses Jahr war das anders.
Und ich hab ziemlich lange gebraucht, mir das überhaupt einzugestehen.Ich hab geschoben. Tageweise. Wochenweise.
„Kommt schon noch.“ „Irgendwas fällt dir ein.“ Aber diesmal kam nichts. Und das war neu.
Vielleicht, weil sich gerade so viel verändert. Vielleicht, weil ich mir unsicher war, was ich ihr überhaupt zumuten kann. Nicht im negativen Sinne – sondern im echten Leben mit ME/CFS. Was geht? Was geht nicht? Was fühlt sich nach Geschenk an – und was am Ende nach Belastung?

