{"id":4766,"date":"2026-08-15T09:58:08","date_gmt":"2026-08-15T08:58:08","guid":{"rendered":"https:\/\/under-a-rest.me\/?p=4766"},"modified":"2026-09-05T13:55:59","modified_gmt":"2026-09-05T12:55:59","slug":"ein-jahr-voller-hoehen-und-tiefen-und-wie-war-nun-eigentlich-eigentlich-der-erste-triathlon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/under-a-rest.me\/en\/ein-jahr-voller-hoehen-und-tiefen-und-wie-war-nun-eigentlich-eigentlich-der-erste-triathlon\/","title":{"rendered":"Ein Jahr voller H\u00f6hen und Tiefen \u2013 und wie war nun eigentlich der erste Triathlon?"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Jahr. Mehr als ein Jahr ist es mittlerweile her, dass ich auf einem Laufband stand und pl\u00f6tzlich dieser Gedanke durch meinen Kopf schoss: <strong>\u201eWarum mache ich eigentlich nicht einen Triathlon?\u201c<\/strong> Einfach so. Keine gro\u00dfe Vorbereitung, kein Plan und ehrlich gesagt auch keine wirkliche Ahnung, was ich da eigentlich vorhatte. Ich dachte nur: W\u00e4re doch irgendwie witzig, wenn ich irgendwann mal sagen k\u00f6nnte, dass ich Triathlet bin. Alle, die mich kennen, h\u00e4tten mich wahrscheinlich f\u00fcr komplett verr\u00fcckt erkl\u00e4rt. Aber gleichzeitig h\u00e4tten sie auch gewusst: Wenn Ren\u00e9 sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, wird es schwierig, ihn davon wieder abzubringen. Ich bei\u00dfe mich an solchen Gedanken fest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ausl\u00f6ser f\u00fcr diesen Gedanken war der Roth-Triathlon von Rick Zabel und das begleitende Video. Irgendwo zwischen Begeisterung, Faszination und einem kleinen Schmunzeln entstand dieser Gedanke: Was w\u00e4re eigentlich, wenn \u201eFettie\u201c \u2013 so nenne ich mich selbst gerne, in Anlehnung an Doug Heffernan aus \u201eKing of Queens\u201c \u2013 irgendwann einen Triathlon machen w\u00fcrde? Klingt erstmal ziemlich absurd. Aber dann kam ein zweiter Gedanke. Und der war wesentlich gr\u00f6\u00dfer: <strong>Lisa kann es nicht mehr.<\/strong> Und so viele andere Menschen mit ME\/CFS auch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu dieser Zeit kam gerade unsere Diagnose. Und w\u00e4hrend ich mich immer tiefer mit ME\/CFS besch\u00e4ftigt habe, wurde mir immer klarer, was diese Krankheit eigentlich bedeutet. Ausgrenzung. Verlust. Einschr\u00e4nkungen. Dinge, die fr\u00fcher selbstverst\u00e4ndlich waren und pl\u00f6tzlich nicht mehr funktionieren. Und gleichzeitig die Frage: Was w\u00e4re, wenn es jemanden g\u00e4be, der zeigt, dass man trotzdem f\u00fcreinander da sein kann? Was w\u00e4re, wenn man Menschen, die selbst nicht mehr k\u00f6nnen, wenigstens das Gef\u00fchl gibt: <em>Ihr seid nicht alleine. Wir sehen euch. Wir h\u00f6ren euch. Wir laufen f\u00fcr euch.<\/em> Vielleicht war genau das der Moment, in dem mein Gedankenpalast komplett eskaliert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn pl\u00f6tzlich stand ich auf diesem Laufband und lief meine ersten 5 Kilometer. Nicht drau\u00dfen. Nicht schnell. Aber ich lief. Und ich hatte auf einmal einen Antrieb, den ich so vorher nicht kannte. Was danach passiert ist, kennen viele von euch inzwischen. Aus diesem Gedanken wurde Training. Aus Training wurde ein Ziel. Aus dem Ziel wurde Under a Rest. Und aus Under a Rest wurde eine Bewegung, die mittlerweile so vielen Menschen Energie gibt \u2013 manchmal genau dann, wenn eigentlich keine mehr da ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und jetzt? Jetzt stand er tats\u00e4chlich vor der T\u00fcr: <strong>der erste Triathlon.<\/strong> Ein Jahr nach diesem Gedanken auf dem Laufband. Und wenn ich ehrlich bin, war die Vorbereitung auf diesen ersten Triathlon nicht gerade das, was man als perfekte Vorbereitung bezeichnen w\u00fcrde. Wir kamen gerade aus Roth zur\u00fcck. Eine Woche voller Emotionen. Vorbereitung, Stress, Frust, Freude, Verzweiflung. Alles irgendwie gleichzeitig. Und danach? Keine Zeit. Auch in den Wochen davor war nicht wirklich viel Raum f\u00fcr Training. Alles stand im Zeichen von Roth. Und genau deshalb begann die letzte Woche vor meinem ersten Triathlon mit ziemlich viel Respekt. Und mit Angst. Aber wer mich kennt, wei\u00df vielleicht auch: Angst und Respekt k\u00f6nnen bei mir manchmal genau der Antrieb sein, den ich brauche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Tage vor dem Triathlon kam dann auch endlich mein Triathlon-Aufsatz. F\u00fcr einen Sprint-Triathlon wahrscheinlich ein kleines bisschen \u00fcbertrieben. Aber ich liebe diesen Auftritt. Und ich liebe die Technik dahinter. Also musste das Ding nat\u00fcrlich mit. Was mich zu diesem Zeitpunkt allerdings wirklich traurig gemacht hat, waren die ganzen Absagen. Immer mehr Leute konnten nicht kommen. Ein Jahr hatte ich auf diesen Moment hingearbeitet und pl\u00f6tzlich sah es so aus, als w\u00fcrde am Ende kaum jemand zum Anfeuern da sein. Dachte ich. Ich hatte mich geirrt. <strong>Ihr wart da.<\/strong> Und das hat mich mehr bewegt, als ich in Worte fassen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Freitag holte Lisa meine Startnummer ab. Samstag war Renntag. Also wurde am Freitag alles vorbereitet. TriSuit bedrucken \u2013 ja, wir haben noch keinen eigenen. Sachen packen. \u00dcberlegen, was fehlt. Energiezufuhr organisieren. Und irgendwie versuchen, den Kopf ruhig zu bekommen. Dabei war der Frust der letzten Wochen noch ziemlich pr\u00e4sent. Hipster-Unternehmen. Arroganz. Kapitalismus. All diese Dinge, die mich in den Wochen davor ziemlich besch\u00e4ftigt hatten. Aber auch das sollte sich mit Roth ver\u00e4ndern. Doch das ist eine andere Geschichte. Jetzt ging es erstmal um Hamburg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Samstagmorgen. Auto voll. Und nat\u00fcrlich war auch unser neuer Lieblingsbegleiter dabei: <strong>der Bollerwagen.<\/strong> Wir machten uns auf den Weg nach Hamburg. Und dann kam morgens noch eine \u00dcberraschung. Lisa hatte einen Aufruf gestartet. F\u00fcr Motivation. F\u00fcr mich. Denn ganz ehrlich: Untrainiert in den ersten Triathlon zu starten und dann am Streckenrand \u201enur\u201c Lisa zu haben, w\u00e4re f\u00fcr mich eigentlich schon genug gewesen. Aber dieses \u201enur Lisa\u201c ist sowieso kompletter Quatsch. Denn Lisa am Streckenrand ist mehr als genug. Und dann wart ihr da. Danke. Danke f\u00fcr jede Nachricht. F\u00fcr jeden Motivationsspruch. F\u00fcr jedes Mitfiebern. Ihr habt keine Ahnung, wie sehr das geholfen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rad in die Wechselzone. Alles vorbereiten. Und dann stand ich da. Eine der ersten Personen auf der Strecke. Und pl\u00f6tzlich kam dieser Gedanke: <strong>\u201eWas machst du hier eigentlich?\u201c<\/strong> Ich musste an J\u00fcrgen denken, den Fotografen aus Roth. Er hatte damals zu mir gesagt: \u201eSei vorsichtig. Das macht s\u00fcchtig, wenn es dir gef\u00e4llt. Aber wenn nicht, ist es auch nicht schlimm.\u201c Damals habe ich dar\u00fcber gelacht. Jetzt stand ich alleine in der Wechselzone. In mich gekehrt. Und langsam kam die Vorfreude.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Okay. Jetzt geht es Richtung Start. Die pinke Badekappe wurde zu meiner pers\u00f6nlichen Ablenkung. Ein bisschen Rumbl\u00f6deln. Ein bisschen Quatsch machen. \u201eWas mache ich hier eigentlich?\u201c Lisa merkte trotzdem, wie angespannt und gleichzeitig voller Vorfreude ich war. Dann der letzte Kuss und ab in die Warm-up-Zone. Dort stand ein v\u00f6llig \u00fcberdrehter, auf Zucker gehypter Motivator und zwang uns erstmal zur Bewegung. Seine Ansage: Blo\u00df nicht nach vorne in die erste Reihe. Nat\u00fcrlich stand ich kurze Zeit sp\u00e4ter genau dort. Erste Reihe. Mitten drin. Das Warm-up hat mich gef\u00fchlt schon fertig gemacht. Perfekt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann ging es zum Start. Zur Alster. Zu Lisa sagte ich noch: <strong>\u201eIch warte, bis alle drin sind, und gehe ganz zum Schluss ins Wasser.\u201c<\/strong> Zack. Ich glaube, ich war der dritte oder vierte im Wasser. Hat ja super funktioniert. Der Sprung ins Wasser war dann der Moment, in dem die Realit\u00e4t endg\u00fcltig angekommen ist. 20 Grad. Und pl\u00f6tzlich war ich hellwach. Jetzt war klar: Da musst du durch. Aufgeben war keine Option. Beim Reinspringen kam ich sogar auf dem Boden auf. Am Abend stellte Lisa dann fest, dass ich mir dabei wohl an etwas Scharfem die Zehen aufgerissen hatte. Bis dahin hatte ich davon nichts gemerkt. Adrenalin sei Dank.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann der Startschuss. Und los. Ich hatte mir vorher genau einen Plan gemacht: <strong>Nicht \u00fcberpacen. Finde dein Tempo. Bleib bei dir.<\/strong> Beim Schwimmen hatte ich die ganze Zeit das Gef\u00fchl, dass ich langsam bin. Ich kam nicht so richtig in meinen Rhythmus. Aber egal. Durchhalten. Irgendwann kam ich aus dem Wasser. Und das Wichtigste: <strong>Mir ging es gut.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also ab in die Wechselzone. Und die Wechselzone in Hamburg ist gef\u00fchlt eine der l\u00e4ngsten \u00fcberhaupt. Rad finden. Schuhe an. Und los. Barfu\u00df durch die Wechselzone zu laufen, f\u00fchlte sich ziemlich ungewohnt an. Aber dank meines Fokus hatte ich mein Rad schnell gefunden. Aufsitzen und Richtung Radstrecke. Und dann? <strong>Vollgas.<\/strong> Zwei Runden. Ohne zu \u00fcberziehen. Und irgendwann kam dieses breite Grinsen. Dieses: \u201eAlter, macht das Spa\u00df!\u201c Wie geil ist das denn bitte? Ich fuhr die Radstrecke zu Ende und hatte eine richtig gute Zeit. Und pl\u00f6tzlich war da nur noch ein Gegner. Mein pers\u00f6nlicher Endgegner: <strong>das Laufen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laufschuhe an. Der Helm wurde gegen meine Roth-Laufm\u00fctze getauscht. Wie in Roth hatte ich mir au\u00dferdem ein K\u00fchltuch f\u00fcr die Laufstrecke bereitgelegt. Die Zielflagge noch schnell in die Tasche und los. Es lief \u00fcberraschend gut. Ich fand sofort meine Pace. Nur eine Sache war etwas irritierend: Ich hatte schon einen Kilometer hinter mir, bevor \u00fcberhaupt der eigentliche Laufstart kam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was gleichzeitig irgendwie cool war. Denn genau hier hatte ich im September zuvor meinen ersten 5-Kilometer-Lauf gemacht. Und pl\u00f6tzlich stand ich hier. Ein Jahr sp\u00e4ter. Triathlon. Schon wieder dieser Moment, in dem ich dachte: <strong>Kann es wirklich sein, dass ich gleich Triathlet bin?<\/strong> Ein Ding, das ich mir selbst niemals wirklich zugetraut h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sagte mir: <strong>\u201eLauf, Fettie. Lauf.\u201c<\/strong> Bis auf die Person vor mir, die alle zehn Meter lossprintete, um danach wieder zu gehen, lief es richtig gut. Es war hart. Nat\u00fcrlich war es hart. Aber es f\u00fchlte sich nicht unm\u00f6glich an. Bis zum Wendepunkt lief alles. Die Stimmung war gro\u00dfartig. Und dann kam kurz vor dem Vier Jahreszeiten der Moment: Eine Sekunde Gehen. Nur eine Sekunde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und genau in diesem Moment schoss ein Soldat an mir vorbei. Aber nicht einfach vorbei. Er sprach mir Mut zu. Er sagte mir, dass er es gro\u00dfartig findet, was ich hier mache. Und pl\u00f6tzlich war die Motivation wieder da. Der letzte Kilometer. Jetzt geht&#8217;s nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte Kurve. Und dann sah ich sie. <strong>Lisa.<\/strong> Am Streckenrand. Anfeuernd. Da. Ich hatte mir vorher geschworen: Wenn Lisa dort steht, dann knutsche ich sie ab. Also habe ich genau das gemacht. Dieser Moment geh\u00f6rt uns. Und dann ging es weiter. Richtung Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eAb ins Ziel, Fettie.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGleich geschafft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJetzt sei stolz auf dich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eFreu dich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann sah ich auf die Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>11:03:33<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moment.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin unter 1:30 Stunden?!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>H\u00e4?!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich lief ins Ziel. Und ich war einfach nur stolz. Unglaublich stolz. Was f\u00fcr ein Gef\u00fchl. Was f\u00fcr ein Jahr. Was f\u00fcr eine Bewegung. Und was f\u00fcr eine Reise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich war in diesem Moment so gl\u00fccklich wie schon lange nicht mehr. Und dann musste ich an J\u00fcrgen denken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fuck. Er hatte recht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es macht s\u00fcchtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sucht ist geweckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und der Wunsch nach mehr ist definitiv da.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Und wie war er nun, der erste Triathlon?<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Geil. Einfach nur geil.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wenn ich ehrlich bin, war der Triathlon selbst vielleicht gar nicht das Wichtigste. Das Wichtigste war der Weg dorthin. Dieser eine Gedanke auf dem Laufband. Der erste 5-Kilometer-Lauf. Die ersten Trainings. Die Zweifel. Die R\u00fcckschl\u00e4ge. Die verr\u00fcckten Ideen. Die Gr\u00fcndung von Under a Rest. Die Menschen, die pl\u00f6tzlich Teil dieser Reise wurden. Lisa. ME\/CFS. Die Motivation. Die Wut. Die Hoffnung. Roth. All die Menschen, die irgendwann gesagt haben: <strong>\u201eWir machen mit.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und jetzt stehe ich hier. Ein Jahr sp\u00e4ter. Und kann tats\u00e4chlich sagen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ich bin Triathlet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch f\u00fchlt sich dieser Satz ziemlich surreal an. Aber er stimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus diesem ganzen Jahr: Manchmal beginnt etwas Gro\u00dfes mit einem v\u00f6llig bescheuerten Gedanken. Manchmal reicht ein einziger Moment, in dem man sich fragt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWarum eigentlich nicht?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und manchmal sollte man diesen Gedanken einfach verfolgen. Auch wenn andere dich f\u00fcr verr\u00fcckt erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn wenn ich auf dieses letzte Jahr zur\u00fcckblicke, dann war jeder einzelne Schritt richtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gedanke auf dem Laufband. Der erste Lauf. Jeder Kilometer. Jede Trainingseinheit. Jeder R\u00fcckschlag. Jede Tr\u00e4ne. Jedes Lachen. Jeder Mensch, der dazugekommen ist. Und dieser eine Samstag in Hamburg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Triathlon ist geschafft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aber das war nicht das Ende.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jetzt geht es erst richtig los.<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Jahr. Mehr als ein Jahr ist es mittlerweile her, dass ich auf einem Laufband stand und pl\u00f6tzlich dieser Gedanke durch meinen Kopf schoss: \u201eWarum mache ich eigentlich nicht einen Triathlon?\u201c Einfach so. Keine gro\u00dfe Vorbereitung, kein Plan und ehrlich gesagt auch keine wirkliche Ahnung, was ich da eigentlich vorhatte. 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